schiefer turm von Pisa Schiefer Turm von Pisa

Schiefer Turm von Pisa Im wunderbaren Ambiente der Piazza dei Miracoli (Weltkulturerbe seit 1987) erhebt sich der Turm von Pisa, der mit seiner Neigung von etwa 4 Grad den Eindruck erweckt, jeden Moment umzukippen. Er ist Anziehungspunkt für tausende von Zuschauern, die Jahr für Jahr von der Einzigartigkeit und Kuriosität eines der schönsten Bauwerke der Welt begeistert sind.

Wenn Pisa erwähnt wird, denkt man sogleich an den berühmten Schiefen Turm...
das Bauwerk hat im Laufe der Jahrhunderte durch seine ausgeprägte Neigung an Bedeutung gewonnen, die Anlass zur Sorge gegeben hat, gleichzeitig aber auch die Aufmerksamkeit von zahlreichen Experten und Touristen auf sich gezogen hat; der Turm (Glockenturm der Kathedrale Santa Maria Assunta auf der Piazza del Duomo) ist 56 Meter hoch, hat 8 Etagen und verfügt über 300 Stufen.

Er wurde als eines der Sieben Weltwunder der modernen Welt vorgeschlagen!

schiefer turm von PisaSchiefer Turm von Pisa

Mit dem Bau des Turms von Pisa wurde im Jahr 1173 begonnen, aber aufgrund einer Serie von Widrigkeiten wurden die Arbeiten erst viele Jahre später, im Jahre 1350, abgeschlossen.

Der Turm von Pisa, steht auf einem lehmigen und sandigen Boden, das Nachgeben des darunter liegenden Erdreichs und die daraus resultierende Neigung sind schon beim Bau der 3. Etage aufgetreten, sodass die Arbeiten unterbrochen werden mussten und erst Jahre später wieder aufgenommen wurden, wobei die darauffolgenden Etagen schräg gebaut wurden, um die Schieflage auszugleichen.

Es wird angenommen, dass der ursprüngliche Entwurf dem Architekten Diotisalvi zuzuschreiben ist, der im gleichen Zeitraum auch für den Bau des Baptisteriums verantwortlich zeichnete; andere Theorien von Gelehrten besagen jedoch, dass die Ursprünge auf andere berühmte Bildhauer und Architekten der Zeit wie Bonanno Pisano zurückgehen.

Die Bauarbeiten wurden im Laufe der Jahre mehrmals wieder aufgenommen und unterbrochen, bis zur Fertigstellung im Jahr 1350 unter der fachkundigen Leitung von Giovanni Di Simone und Giovanni Pisano, wobei eine Höhe von etwa 56 Metern und ein Gewicht von 14.523 Tonnen erreicht wurde.
In einem Versuch, den Turm gerade auszurichten, wurden die aufeinanderfolgenden Etagen schräg gebaut, um die Schieflage auszugleichen, jedoch immer unter Beibehaltung des Gleichgewichts des Bauwerks, da die vertikale Linie, die durch das Zentrum der Schwerpunkts geht, ins Innere der Unterstützungsfläche fällt.

schiefer turm von Pisa Schiefer Turm von Pisa Glocken

Es gibt insgesamt 8 Etagen, die von einer Loggia mit Rundbögen umgeben sind, die das Motiv der Domfassade aufnehmen; da der Turm Glockenturm des Doms ist, wurden in der "Glockenstube " (oberste Etage des Turms) 7 Glocken angebracht:
Assunta (die größte und schwerste), Crocifisso, San Ranieri, Dal Pozzo, Pasquereccia, Terza und Vespruccio, die auch heute noch vor der Messe in der Kathedrale und zu Mittag mithilfe eines elektronischen Systems geläutet werden und die jeweils speziellen liturgischen Anlässen zugeordnet wurden.


Die Pasquareccia Glocke, die älteste, wurde zum Beispiel zu Ostern geläutet...


Die Glocke San Ranieri hingegen ertönte, um auf den Tod von Verrätern aufmerksam zu machen (es wird erzählt, dass sie auch beim Tod des Grafen Ugolino geläutet wurde), früher wurde sie Giustizia (Gerechtigkeit) genannt und befand sich im gleichnamigen Palast.

Die Struktur des Kampanile besteht aus zwei Räumen:
einem an der Basis des Turms, der keine Decke hat und als Sala del Pesce bekannt ist, da er ein Basrelief mit einem Fischmotiv aufweist; einem zweiten, der sogenannten Glockenstube, die sich am siebten Ring befindet, von den Wänden des oberen Ganges begrenzt wird und auch unter freiem Himmel ist, während es in der Mitte möglich ist, durch eine Öffnung das Erdgeschoss des Turms zu sehen. Um bis zur Spitze zu gelangen, muss man drei Treppen erklimmen; eine, die ohne Unterbrechung von der Basis bis zum sechsten Ring führt, wo man nach aussen gelangt, eine weitere kleinere Treppe in Form einer Wendeltreppe, die vom sechsten zum siebten Ring führt, und schließlich eine noch kleinere Wendeltreppe, die vom siebten Ring bis zum höchsten Punkt führt

schiefer turm von Pisa Schiefer Turm von Pisa Eingang

”Der Turm der sich neigt und neigt und niemals einstürzen wird...”
So heisst es in einer historischen pisanischen Volksweise...aber stimmt das wirklich?

Im Laufe der Jahrhunderte gab es trotz einer stärkeren Neigung des Turms auch Perioden der Stabilität und viele interessierten sich für eine Lösung des Problems!
Im 19. Jahrhundert ergaben einige Bodenanalysen, die während Restaurierungsarbeiten durchgeführt wurden, dass eine grosse Menge an Grundwasser vorhanden war, die das Erdreich instabil machte. Der Architekt Alessandro Gherardesca wurde im Jahr 1838, im Anschluss an die Sanierung des Glockenturms, damit beauftragt, die Grundstruktur des Bauwerks ans Licht zu bringen, die aufgrund des Anstiegs des Erdreichs im Laufe der Jahrhunderte abgesunken war. Man versuchte daher, das Wasser mit Pumpen abzusaugen, daraus resultierte jedoch das Phänomen der Subsidenz, d.h. ein vertikales Absinken des Erdbodens, der die Neigung desTurms noch verschlimmerte!

Im Jahr 1908 wurde vom Bildungsminister eine "Kommission für das Studium des Zustands des Turms von Pisa" ins Leben gerufen und im Jahr 1935 intervenierte der Ingenieur Giovanni Girometti, um das Fundament des Kampanile durch Injektionen von Zement (ca. 93 Tonnen) perfekt wasserdicht zu machen und das gesamte umliegende Becken abzudichten. Die Zementierungen wurden durchgeführt, indem 391 Schrägbohrungen an der Basis des Zylinders durchgeführt wurden. Die Arbeit setzte sich mit der Entfernung der Bodenplatten fort, um einen "Estrich" aus Stahlbeton und einer überlagerte Schicht miteinander zu verbinden, wobei eine flexible Kopplung dieser Stärken mit der Basis des Kampanile verwirklicht wurde.


Dieser Eingriff erzielte nicht die gewünschten Ergebnisse, sondern verstärkte die Neigung noch mehr.
In den darauffolgenden Jahrzehnten war der Anstieg der Neigung so gross, dass man einen möglichen Zusammenbruch fürchtete, deshalb wurde im Jahr 1973 eine improvisierte vorläufige Netzstruktur entwickelt, die eine Gitterrohr-Vorrichtung auf dem Bauwerk vorsah, die als Gegengewicht fungieren sollte.

Weitere "Projekte" wurden der Kommission vorgeschlagen, welche die besten Lösungsvorschläge prüfte, die einen neuen Zugang zum Problem boten:
- Das Projekt "KONOIKE" verwandelte die mechanischen Eigenschaften des Bodens unter dem Turm und rings um die Basis des Kampanile, indem das Erdreich mithilfe einer speziellen Ausrüstung mit einer Suspension aus Zement und speziellen anorganischen Chemikalien kontinuierlich und einheitlich vermischt wurde.

Der Einsturz des Glockenturms (Torre Civica) von Pavia im Jahr 1989 bewirkt, dass das Augenmerk auf den Turm von Pisa gerichtet wird, der im Jahr 1990 aufgrund seiner "kritischen Situation" für die Öffentlichkeit unzugänglich gemacht wird; der Ausschuss bereitet ein Konsolidierungsprojekt vor.
Im Jahr 1993 erreicht die Neigung des Glockenturms 4,5 Grad und die Angst, dass der Bau tatsächlich einstürzen könnte, ist gross.


In einer zehnjährigen Arbeitsphase wird die Neigung des Kampanile durch Verstärkung einiger Etagen sowie den temporären Einsatz von Stahlstangen und Bleigewichten (bis zu 900 Tonnen) und dem sukzessiven Aushub des Bodens reduziert. Außerdem wird die Basis konsolidiert, die nach Meinung von Experten für mindestens drei Jahrhunderte die Sicherheit des Turms gewährleistet und den Besuchern den Zugang wieder ermöglicht.

Die Neigung wurde um 0,5 Grad reduziert und das Risiko der Instabilität abgewendet, mit Ausnahme von gelegentlichen kleinen Bewegungen aufgrund von saisonalen Temperaturschwankungen und Änderungen des Grundwasserspiegels.
Im Untergrund wurden Sensoren angebracht, die diese Veränderungen messen und es wurde herausgefunden, dass die Neigung sich tendenziell verbessert.
Der Turm wird Ende 2001 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der erfolgreiche Ausgang der Operation ist Michele Jamiolkowski zu verdanken, Professor am Polytechnikum in Turin und Präsident des Internationalen Ausschusses für den Schutz des Turms von Pisa von 1990 bis 2001, sowie Carlo Viggiani, Professor des Instituts für Geotechnik an der Universität von Neapel "Federico II" und Präsident des Internationalen Komitees für Denkmalschutz und historische Stätten, und J.B. Burland, Professor an der Fakultät für Bauingenieurwesen am Imperial College in London.

Die Experten glaubten, dass weitere Entwicklungen der durchgeführten Arbeiten zu einer vorübergehenden Stabilisierung führen könnten, einer weiteren Periode kaum wahrnehmbarer Verbesserungen der Neigung im Gegensatz zu anderen Momenten der Verschlechterung, aber ohne die reale Gefahr eines Zusammenbruchs für mindestens weitere 300 Jahre!

Im Jahr 2011 wurden die Restaurierungsarbeiten der Steinflächen im Innen- und Außenbereich des Kampanile abgeschlossen.

Beste Schlafen in Pisa...

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